Nach einer kurzen Nacht klingelte bereits um 05.00 Uhr der Wecker. Schnell wurden noch die letzten Dinge in den Koffer verstaut und das Gepäck samt Hund ins Auto eingeladen. Der Hund kam natürlich nicht mit nach Amerika, durfte aber ebenfalls zu meiner Mutter in den Urlaub.

Wir starteten wie bereits letztes Mal in Zürich und flogen mit der Luft-hansa nach Frankfurt um von dort weiter nach Los Angeles, CA, zu fliegen. Auch im vergangenen Jahr sammelten wir fleissig Flugmeilen und konnten deshalb erneut die Vorzüge der Business Klasse geniessen.  

Der Flug war ruhig und angenehm und das Essen ausgezeichnet. Nach knapp 11 Stunden kamen wir entspannt in Los Angeles, CA, an und waren sehr erfreut, als wir sahen, dass es hier am Flughafen LAX neu Automaten gab, mit welchen sich die Einreise um einiges zügiger vor gestalten sollte.  Diese Automated Passport Control Kioske (APC) kann jeder benutzen, der

vorgängig ein ESTA-Visum erhalten hat, einen elektronisch lesbaren Pass besitzt und mit diesem Pass seit 2008 bereits einmal auf dem herkömmlichen Weg eingereist ist. Familien, welche alle diese Voraussetzungen erfüllen, müssen gemeinsam an einen dieser Kioske. Die Sprache kann auf Deutsch umgestellt werden, danach wird man automatisch durch den kurzen Prozess geführt. Man muss den Pass auf ein Sichtfenster legen, die Angaben bestätigen, einige Zoll- und Einreisefragen beantworten, die Finger auf ein Lesegerät halten und in eine Kamera blicken. Diesen Vorgang führt man für alle mitreisenden Familienmitglieder nacheinander durch und erhält am Schluss für jeden eine Quittung. Mit dieser geht es weiter zu einem Einreise-Officer. Dieser stellt einige Zusatzfrage, überprüft evtl. noch einmal ob die einreisende Person mit dem Passinhaber übereinstimmt und stempelt die Quittung ab. Was früher gut und gerne eine Stunde gedauert hat ist so innert weniger Minuten erledigt. Nach der Gepäckabholung gibt man dann die gestempelte Quittung bei einem Zoll-beamten ab und das war es dann auch schon.

Weniger erfreulich war dann jedoch die Wartezeit bei der Mietwagenfirma. Wir haben auch dieses Jahr bei sunnycars.ch gebucht und staunten über die lange Schlange bei Alamo. Wir mussten über eine halbe Stunde warten bis wir an den Schalter konnten. Auch dieses Mal wollte uns der Mitarbeiter ein grösseres Auto andrehen und schaute sich sogar die Grösse unserer Koffer an. Wir blieben hartnäckig da für 2 Personen ein Midsize SUV völlig ausreichend ist. Da wir bei sunnycars.ch immer das Rundherum-Sorglospaket mit allen Versicherungen, Zusatzfahrer und erster Tankfüllung buchen, gingen ihm rasch die möglichen Zusatzoptionen aus. Die einzige mögliche Versicherung wäre die Roadside Plus, welche gerne als Pannenhilfe verkauft wird. Die Pannenhilfe bei einem technischen Defekt ist jedoch sowieso kostenlos dabei. Bei der Roadside Plus für 4.99 USD pro Tag sind lediglich Fälle wie verlorene / eingeschlossene Schlüssel, Liegenbleiben aufgrund eines leeren Tanks oder leere Batterien durch Eigenverschulden abgedeckt. Nachdem wir den Verkäufer auch noch mit einem eigenen Navigationsgerät enttäuscht hatten und ihm endgültig klar wurde, dass er keine zusätzliche Provision durch uns bekam, konnten wir endlich unserer Unterlagen in Empfang nehmen und uns ein Fahrzeug in der 4. Reihe aussuchen. Viele der SUVs waren bereits in Beschlag genommen und so hatten wir die Wahl zwischen einem Toyota RAV4 oder einem Hyundai Tucson. Witzig - zuhause fahren wir ein amerikanisches Auto und hier in Amerika entschieden wir uns für den Koreaner... Unser dunkelblauer Tucson hatte schon einige Kratzer und Dellen, der Alamo-Mitarbeiter meinte jedoch, dass wir diese nicht extra notieren müssten. Da sind wir ja mal gespannt, ob die jemand bei der Abgabe bemängelt. Auch innen war das Auto etwas verschmudelt, aber was soll's... Gepäck rein und ab geht die Fahrt.

Unser Hotel, das Wingate by Wyndham,  war nur 2 Meilen entfernt und hatte in Tripadvisor sehr gute Bewertungen. Für Amerika eher überraschend waren nicht gerade üppig Parkplätze vorhanden und wir waren froh, dass es für uns noch ein Plätzchen hatte. Wir waren schnell eingecheckt und Martin vom Frontdesk gab uns noch eine Restaurantempfehlung ab. Das Zimmer war in Ordnung, es war gross und hatte ein bequemes Bett. Da es nur ein Fenster  in einer Ecke hatte war es jedoch sehr dunkel und die durch die dunklen Möbel wirkte es noch etwas düsterer. Der Teppich war fleckig und die Türen und Wände hatten schon einiges erlebt, die sehr guten Bewertungen waren für mich nicht ganz nachvollziehbar. Zum Schlafen reichte es jedoch und kaum hatten wir das Gepäck abgestellt, gingen wir  in das empfohlene mexikanische Restaurant Casa Gamino, welches nur eine Querstrasse weiter war. Ohne Empfehlung hätten wir hier wohl nie gehalten, die vielen Autos auf dem Parkplatz deuteten jedoch auf gutes Essen hin. Und so war es dann auch. Wir bekamen zuerst Chips und Salsa und bestellten danach Fajitas und Enchiladas. Das Essen kam schnell, schmeckte gut und war mehr als genug. Zurück im Hotel meldeten wir uns nur noch schnell per Email zuhause und waren nach über 24 Stunden auf den Beinen froh schlafen gehen zu können.

Hotel:   Wingate by Wyndham Los Angeles International Airport LAX, 10300 S La Cienega Blvd, Inglewood, CA 90304
              Bewertung bei Tripadvisor
              Gebucht bei www.hotels.com

Einkaufsmöglichkeiten in der Nähe des Hotels:   --

Restaurant:   Casa Gamino Family Restaurant, 4937 W. Century Blvd., Inglewood, CA 90304 (Abendessen)
                       Bewertung bei Tripadvisor

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