Das Little America Hotel hat zwar ein Restaurant, das Frühstück ist jedoch nicht im Zimmerpreis inbegriffen. Da es in der Nähe ein Cracker Barrel hatte, entschieden wir uns jedoch für diese Option. Wir starteten also mit einem wunderbaren Erdbeer French Toast und einer Portion Porridge in den Tag und bummelten nach dem Essen durch den Shop.

Da unser Tagesziel nur 92 Meilen von Flagstaff, AZ, entfernt ist hatten wir heute genügend Zeit keinen Stress. Wir planten deshalb einen Abstecher nach Sedona, AZ, ein. Die Stadt liegt 48 km südlich von Flagstaff, AZ, und wir erreichten sie über die AZ-89A. Die Fahrt auf der kurvigen Strasse führte uns durch eine beeindruckende Natur. Je südlicher wir fuhren desto roter wurde der Stein. Sedona, AZ, liegt mitten in diesen roten Sandsteinformationen. Die Künstler- und Touristenstadt ist sehr gepflegt und bietet viele hübsche Shops. Ausserdem hat man alle 50 Meter die Möglichkeit eine Jeep-Tour in die Berge zu buchen...

Nach diesem Abstecher fuhren wir auf der gleichen Strasse zurück nach Flagstaff, AZ. Als wir auf dieser Strecke bei einem Aussichtspunkt stoppten, gab es dort neben einer schönen Aussicht zusätzlich einige Marktstände, an welchen Indianerschmuck und Kunsthandwerk verkauft wurde.

Bei Flagstaff, AZ, fuhren wir auf die I-40 Richtung Osten. Rund 25 Meilen später, in der Nähe des Twin Arrows Navajo Casino Resorts, verliessen wir die Autobahn bereits wieder um einen weiteren Route 66 Klassiker anzuschauen. Da dieser ganz unscheinbar an der Autobahnausfahrt liegt, haben wir diesen das letzte Mal verpasst... Die Twin Arrows Trading Post.  Die einst gut besuchte Raststätte hat schon länger geschlossen, die Umgebung ist schon bald zugewachsen. Ihre Merkmale, zwei schräg im Boden steckende Riesenpfeile, sind sogar im Film "Forrest Gump" zu sehen. Gut, die Pfeile waren eigentlich umfunktionierte Telefonmasten, aber was soll's :-) Leider war das Gebiet um die Trading Post abgesperrt und so konnten wir nur einige Fotos aus dem Auto schiessen.

Wir fuhren auf die I-40 zurück und wurden bereits auf die nächste Sehenswürdigkeit hingewiesen. Rund 15 Meilen später kam die Ausfahrt zum Meteor Crater der nach seinem Erforscher auch Barringer Crater genannt wird. Der Krater entstand bei einem Meteoriteneinschlag vor ca. 50'000 Jahren und hat heute einen Durchmesser von rund 1,2 km und eine Tiefe von 180 Metern. Er wird von einem Wall umgeben, auf welchem es drei Aussichtspunkte gibt. Der Krater ist im Privatbesitz der Crater Company. Für die 18 USD Eintritt pro Person (Stand März 2016) kann man die Aussichtsplattformen besuchen, sich im Besucher-zentrum informieren, einen Film anschauen oder eine geführte Tour auf dem Wall mitmachen. Den Krater selber darf man nicht betreten.

Da wir heute noch einen Nationalpark auf unserer Liste hatten verzichteten wir auf einen Besuch des Kraters und fuhren direkt weiter zu der Sehenswürdigkeit, die eigentlich gar keine ist :-) Wir verliessen die I-40 bei Winslow, AZ, und stoppten beim "Standing on the corner park". Dieses Fotomotiv verbildlicht die Textzeile "Well, I'm a standing on the corner in Winslow, Arizona and such a fine sight to see" aus dem Eagles-Hit "Take it easy". Und obwohl die Eagles nur wenige Zeilen später bereits ankündigen, dass sie nie mehr hierhin kommen, wurde der Park gebaut und ein Souvenirshop daneben eröffnet :-)

Das nächste Route 66-Fotosujet folgte bei der Ausfahrt 269 einige Meilen vor Joseph City, AZ. Die grossen gelben Werbetafeln mit der Aufschrift "Here it is" und dem Riesenhasen machen auf die Jack Rabbit Trading Post aufmerksam. In diesem Shop gibt es neben den üblichen Route 66-Souvenirs auch gekühlte Getränke und eine Art Flohmarkt. Neben dem Haus steht ausserdem ein weiterer Riesenhase mit einem Sattel für lustige Ferienfotos :-) 

Die weitere Fahrt führt uns auf der I-40 bis nach Holbrook, AZ. Dort wechselten wir auf die US-180 Richtung Osten. Nach rund 18 Meilen bogen wir zum Südeingang des Petrified Forest National Parks ab. Der Nationalpark gehört zur Painted Dessert, einer Wüste auf 1'800 Meter über Meer. Seinen Namen hat der Nationalpark vom verkieselten Holz welches hier in grosser Anzahl zu finden ist. Sehr schöne Exemplare sieht man zum Beispiel im Crystal Forest. Hier gibt es ausserdem einen kleinen Rundlauf. Weitere schöne Aussichtspunkte findet man auch bei Agate Bridge, einer in der Zwischenzeit unterstützten Baumbrücke, oder beim Newspaper Rock. Bei diesem findet man bei ganz genauem Hinsehen viele klitzekleine Wandmalereien. Die diversen Sehenswürdigkeiten im Park sind bequem mit dem Auto und wenigen Metern zu Fuss erreichbar.

Bei der Weiterfahrt durch den Nationalpark überquerten wir die I-40, welche quer durch den Park verlief. Kurz nach dieser Brücke erinnerte eine Infotafel und ein verrostetes Auto an den ehemaligen Verlauf der Route 66. Auch dieses führte ursprünglich quer durch das Gebiet des Nationalparks. Die folgenden Aussichtspunkte verdeutlichen wieso diese Wüste den Namen Painted Desert trägt. Die verschiedenen Steinschichten schimmern in den unterschiedlichsten Farben. Kurz nach dem Painted Desert Inn, früher ein Rasthaus aus den 1930ern und heute ein Museum, verliessen wir den Park und machten einen kurzen Abstecher in das Painted Desert Visitor Center.

Wir fuhren auf der I-40 knapp 26 Meilen zurück nach Holbrook, AZ. Die Kleinstadt mit rund 5'000 Einwohnern lag früher direkt an der Route 66 und wird heute ebenfalls mit der Interstate umfahren. Bei unserer letzten Route 66-Reise haben wir hier eine originelle Übernachtungsmöglichkeit gesehen, welche wir dieses mal auch tatsächlich gebucht haben. Wann haben Sie zuletzt in einen Wigwam geschlafen? Wir noch gar nie und so haben wir eine Nacht im Wigwam Motel gebucht. Die Hotelanlage mit 15 im Halbkreis angeordneten Beton-Teepees wurde 1950 als eines von insgesamt 7 Wigwam Motels eröffnet. Heute sind jedoch nur noch drei Wigwam Motels geöffnet. Auch dieses in Holbrook war nach der Eröffnung der Interstate vorübergehend geschlossen. Es wurde 1988 renoviert und mit der Original-Möblierung wieder eröffnet. Heute gibt es sogar Internet. Dieses war jedoch sehr unstabil...

Zum Glück hatten wir frühzeitig reserviert, es waren alle Zelte vermietet. Wir bezogen unser Teepee Nummer 9 und staunten über die Grösse des Zimmers. Sogar ein winziges Badezimmer war darin untergebracht... Da die Fenster sehr klein waren gab es auch eine Klimaanlage. Diese war jedoch relativ laut und so entschieden wir uns für die Hochsommerhitze zu Gunsten eines ruhigen Schlafs. Wahrscheinlich ist ein Besuch im Frühling oder Herbst empfehlenswerter :-)
Da es vor jedem Teepee neben einem Oldtimer auch zwei Stühle hatte, genossen nicht nur wir den warmen Sommerabend lieber an der frischen Luft.

Für's Abendssen gingen wir aufgrund der Tripadvisor-Bewertungen ins Mesa Restaurante Italiana. Als wir das Restaurant betraten mussten wir etwas grinsen... die Einrichtung und der Raum waren für unsere Verhältnisse doch sehr speziell für ein Restaurant. Wir wurden jedoch sehr freundlich begrüsst und bekamen sofort einen Tisch. Auf das Essen mussten wir für amerikanische Verhältnisse relativ lange warten. Die bestellte Pizza und Lasagne schmeckte dann zwar nicht so richtig italienisch, war aber ganz in Ordnung.

Hotel:   Wigwam Motel, 811 W. Hopi Dr., Holbrook, AZ 86025  
              Bewertung bei Tripadvisor
              Gebucht per Email über www.sleepinawigwam.com

Einkaufsmöglichkeiten in der Nähe des Hotels:   Family Dollar (0,3 Meilen)

Restaurant:   Cracker Barrel, 2560 E Lucky Lane, Flagstaff, AZ 86004 (Frühstück)
                        Bewertung bei Tripadvisor
 
                       Subway, 1503 N Park Drive, Winslow, AZ 86047 (Mittagessen)
                        Bewertung bei Tripadvisor
                        Mesa Restaurante Italiana, 2318 N. Navajo Blvd, Holbrook, AZ 86025 (Abendessen)
                        Bewertung bei Tripadvisor   

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