2014 - Idaho Falls, ID - Cody, WY auf einer größeren Karte anzeigen

Da wir heute eine lange Strecke vor uns hatten, waren wir schon früh auf. Nicht nur das Zimmer im Residence Inn war das Beste auf unserer Reise, auch das Frühstück gehörte dazu. Das Buffet war abwechslungsreicher und schöner präsentiert. Ein älterer Herr betreute es mit viel Freude. Es gab sogar Joghurt mit Fruchkompott und Granola. Der Kompott passte auch wunderbar zu den frischen Waffeln.

Nach diesem guten Start machten wir uns auf den Weg zum unserem ersten Ziel, dem Grand Teton National Park, WY. Dieser ist rund 125 Meilen von Idaho Falls, ID, entfernt. Wir fuhren auf dem Highway 26 durch endlose grüne Gras-Landschaften, welche wohl nur wegen den riesigen Bewässerungsvorrichtungen so grün waren. Nach einigen Meilen trafen wir wieder auf den Snake River, welcher schon durch Idaho Falls, ID, floss.

Bei Rainey Creek Country Store bogen wir auf die ID-31 ab und fuhren

auf dieser Strasse bis nach Victor, ID. Hier wechselten wir auf die ID-33 und verliessen bald darauf Idaho und kamen nach Wyoming. Die Strasse wurde hier zur WY-22 und führte uns über den Teton Pass, welcher auf 2.570 Meter liegt. Als wir wieder im Tal angekommen sind, nahmen wir die US-26 E Richtung Jackson, WY. Der gepflegte Touristenort ist ein idealer Ausgangsort für Besuche der nahe gelegenen Nationalpärke. Die kleinen Geschäfte und Restaurants die die Strasse säumen laden zum bummeln und verweilen ein. Bei einer nächsten Reise in diese Region werden wir bestimmt hier übernachten.

Wir folgten der US-26 weiter und bogen bei der Moose Junction auf die Teton Park Road ab. Nach etwas mehr als einer Meile steht auf der linken Seite das Besuchercenter des Grand Teton National Parks. Der Parkeingang folgt ein paar Meilen später. Der Eintritt kostet 25 USD pro Fahrzeuge und gilt für die folgenden 7 Tage im Grand Teton- und Yellowstone National Park. Der Grand Teton National Park  ist nach der imposanten Teton-Bergkette benannt. Der höchste Berg dieser Kette ist mit fast 4.200 Meter der Grand Teton. Zum Nationalpark gehören auch mehrere Seen. Der grösste See ist mit über 100 km2 der Jackson Lake. Auf unserer Fahrt durch den National Park kamen wir jedoch zuerst an den Jenny Lake, dieser ist mit etwas über 4 km2 wesentlich kleiner, liegt aber ebenfalls auf über 2.000 Metern. Der tiefblaue See mit den schneebedeckten Bergen im Hintergrund geben ein tolles Fotomotiv.

Wir verlassen den Grand Teton National Park und fahren auf der US-89  am Jackson Lake entlang. Nach ca. 14 Meilen kam der Südeingang zum Yellowstone National Park . Da wir die Eintrittsgebühr von 25 USD bereits im Grand Teton National Park bezahlt hatten, mussten wir nur noch die Eintrittskarte am Kassenhäuschen zeigen und konnten durchfahren. Der Yellowstone National Park wurde bereits 1872 gegründet und ist der älteste Nationalpark der Welt. Mit fast 9.000 km2 ist er ausserdem der grösste Nationalpark Amerikas. 96% der Fläche liegen in Wyoming, 3% in Montana und das restliche Prozent in Idaho. Benannt wurde der Nationalpark nach dem Yellowstone River. Auf unserer Rundreise durch den Park haben wir viele Bisons und sogar einen Bären gesehen. Obwohl die Parkleitung davor warnt, dass es sich bei diesen Tieren um Wildtiere handelt, gab es doch tatsächlich mehrere Besucher, die sich den Bisons auf Armlänge näherten.

Der erste Stopp waren die Kepler Cascades. Dieser Wasserfall stürzt über mehrere Stufen ca. 45 Meter in die Tiefe, die grösste Stufe ist 15 Meter hoch. Nach dieser ersten Attraktion war es bereit kurz vor Mittag und so fuhren wir beim nächsten Restaurant, dem Grant Village Dining Room raus. Das Restaurant bietet einen tollen Ausblick aus dem Panorama-Fenster. Die Speisekarte bot eine gute Auswahl. Obwohl nirgends etwas stand, hatten wir den Eindruck, dass der Betrieb eine Ausbildungsstätte für Gastronomie-Berufe war. Die Bedienung war etwas unkoordiniert und wir warteten über eine halbe Stunde auf unsere Burger.

Nach dieser langen Pause fuhren wir weiter zum wohl bekanntesten Geysir des Parks, dem Old Faithful. Dieser Geysir bricht im Abstand von ca. 90 Minuten aus. Als wir am Schauplatz ankamen, waren die Zuschauer-Bänke vor dem Geysirbecken relativ leer. Wir mussten also annehmen, dass der Geysir erst vor kurzem  ausgebrochen war. Wir nahmen also in der vordersten Reihe Platz und hatten vorsorglich ein Buch eingepackt. Dies war eine gute Idee... wir konnten so die knappe Stunde Wartezeit gut überbrücken. Es gibt zwar nur wenige Meter entfernt eine Cafeteria und ein sehr schöner Souvenir-Shop, da ein Ausbruch jedoch nur 1,5 bis 5 Minuten dauert, wollten wir kein Risiko eingehen :-) Die Plätze füllten sich rasch und ein Ranger gab freundlich Auskunft. Er erwartete, dass Old Faithful in den nächsten 10 Minuten ausbrechen würde. Im Moment war jedoch noch nicht viel zu sehen. Es dampfte einmal mehr und einmal weniger. Als es dann endlich los ging, schoss die Wasserfontäne bis zu 55 Metern aus dem Boden. Teilweise sprudelt es so heftig, dass es auf uns nieder prasselte. Als das ganze Spektakel vorbei war, blieb nur noch ein miefiger Geruch und etwas Gedampfe....

Unser nächster Halt war das Midway Geyser Basin mit der Grand Prismatic Spring. Diese ist Amerikas grösste Thermalquelle. Aus der Quelle sprudelt pro Minute rund 2.000 Liter 71 Grad Celsius warmes Wasser. Das Becken schimmert in Rot-, Orange-, Grün- und Blautönen. Diese Farben werden durch Mikro-Organismen verursacht. Da die Quelle bei unserem Besuch stark am dampfen war, konnten wir das komplette Farbenspiel leider nur erahnen. Den schönsten Anblick bietet die Grand Prismatic Spring wahrscheinlich von oben...

Auf der weiteren Fahrt auf der Grand Loop Road gibt es noch mehrere Geysire und Becken anzuschauen.  Zum Beispiel der grösste aktive Geysir der Welt, der Steamboat-Geysir. Die Fontäne erreicht über 90 Meter Höhe, da er jedoch sehr unregelmässig ausbricht, liessen wir ihn aus. Da wir die Grösse des National-Parks und die Wartezeiten unterschätzt hatten, war es in der Zwischenzeit auch bereits späterer Nachmittag und wir hatten noch einige Meilen vor uns... Als wir jedoch an diversen am Strassenrand parkenden Fahrzeugen vorbei fuhren, liessen wir es uns nicht nehmen, ebenfalls rechts ran zu fahren. Auf einem Erdwall standen mehrere Personen, einige sogar mit Ferngläsern. Hier musste es also definitv was zu sehen geben :-) Wir guckten also ebenfalls ganz angestrengt zum Horizont und sahen ausser Wiese und Wald gar nichts. Der Herr neben mir zeigte auf einen braunen Punkt einige Meilen entfernt. Vermutlich ein Bär. Er liess uns durch sein grosses Fernrohr auf einem Stativ schauen und tatsächlich, es war ein Bär, der friedlich auf seinem Hintern sass und an etwas rum kaute. Nach ein paar Minuten stand er auf und kam etwas näher. Nach diesem bärigem Erlebnis nahmen wir die letzte Etappe in Angriff. Wir fuhren zurück zum Yellowstone Lake und bogen dort auf die East Entrence Road ab. In der Zwischenzeit war es bewölkt und das Licht verbreitete eine düstere Stimmung. Wir waren fast alleine auf dieser Strasse unterwegs und verliessen den Yellowstone National Park nach rund 27 Meilen durch den East Entrance.

Bis zu unserem Tagesziel Cody, WY waren es weitere 52 Meilen auf der US-14/16/20. Cody wurden 1896 nach dem Gründer William Frederick Cody, vielleicht besser bekannt als Buffalo Bill, benannt. Wir waren froh, als wir nach einer Stunde vor unserem Hotel, dem Cody Cowboy Village, ankamen. Als wir das Auto vor dem Empfang abstellten und wie gewohnt abschlossen, bemerkte die Dame hinter der Theke, dass wir sicher nicht von hier sind. Als wir dies bestätigten und nachfragten, wieso sie so sicher sei, meinte sie nur, dass hier niemand das Auto abschliesst. Tja, Macht der Gewohnheit :-) Sie empfahl uns ausserdem das Rodeo im Stadion nebenan. Heute war der Eintritt zwar nur 5 USD und nach ihrer Aussage ist Cody für die Rodeos berühmt, doch waren wir heute definitiv zu müde. Die Hotelanlage besteht aus mehreren Blockhäusern, die rund um das Haupthaus und den Swimmingpool angeordnet sind. In jedem Blockhaus sind zwei liebevoll eingerichtete Zimmer untergebracht. Wie es der Name schon erahnen lässt, dreht sich hier alles um Cowboys. Parkiert wird jeweils neben dem Haus und falls das Wetter mitspielt, stehen zwei Stühle auf der kleinen Veranda. Das Hotel hat zu Recht so gute Bewertungen.

Eigentlich hatten wir für das Abendessen zwei Plätze bei der The Cody Cattle Company reserviert. Für 28 USD gibt es hier ein Barbecue-Buffet und anschliessend eine Live-Show im Western Stil. Für einen Aufpreis kann nach der Show direkt ein Rodeo besucht werden. Da wir jedoch bereits am Nachmittag realisierten, dass wir spät in Cody ankommen werden, mussten wir die Reservation leider wieder absagen. Wir suchten also ein Restaurant in der Nähe des Hotels und wurden eine halbe Meile die Strasse stadteinwärts fündig. Das Bubba's Bar-B-Que Restaurant bot ein schönes Salatbuffet und dazu eine gute Auswahl an Barbecue-Spezialitäten wie Beef Brisket oder Pulled Pork und Steaks oder Burger.

Nach diesem anstrengenden Tag waren wir froh, als wir wieder im Hotel zurück waren. Das nächste Mal würden wir sicher einen Tag mehr für den Yellowstone National Park einplanen und eine der diversen Übernachtungsmöglichkeiten direkt im Park nutzen.

Hotel:   Cody Cowboy Village, 203 W. Yellowstone Ave, Cody, WY 82414
              Bewertung bei Tripadvisor
              Gebucht bei www.hotels.com

Einkaufsmöglichkeiten in der Nähe des Hotels:   --

Restaurants:   Grant Village Dining Room, Grand Loop Drive, Yellowstone-Nationalpark, WY 82190 (Mittagessen)
                          Bewertung bei Tripadvisor
                         Bubba's Bar-B-Que Restaurant, 512 Yellowstone Avenue, Cody, WY 82414 (Abendessen)
                         Bewertung bei Tripadvisor

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