Rundgang San Francisco CA auf einer größeren Karte anzeigen

Jetlag sei Dank waren wir schon sehr früh wach. Mit Verblüffung stellten wir fest, dass im Badezimmerspiegel ein Fernseher eingebaut war. So war man beim Zähneputzen bereits über die neusten Aktivitäten in der Welt informiert. Das Hotel bot kein Frühstück an und so machten wir uns mit einem Stadtplan bewaffnet auf den Weg, um ein Restaurant zu suchen. Wir wurden bereits an der nächsten Kreuzung fündig. Die Speisekarte des Pinecrest Diners versprach gutes Essen und so entschieden wir uns spontan für einen Besuch. Das Restaurant war ein typisches Diner. Wir bestellten French Toast, Bacon and Eggs. Die Portionen waren mächtig und schmeckten. 

Frisch gestärkt machten wir uns auf den Weg zur Market Street. An der Kreuzung zur Powell Street starten hier zwei Linien der weltberühmten Cable Cars. Glücklicherweise waren wir sehr früh dort und konnten so einen Platz in einem der ersten Cable Cars des Tages ergattern. Später sahen wir an der Wendeplattform lange Schlangen anstehen. 

Frühes Aufstehen lohnt sich also... Die Cable Cars werden manuell gewendet und es war sehr interessant, den Gripmen bei der Arbeit zuzuschauen. Tickets können übrigens direkt im Cable Car gekauft werden. Falls Sie mehr als einmal mit einem Cable Car fahren möchten, lohnt sich eine Tageskarte. Die Fahrt zur Fisherman's Wharf dauerte fast eine halbe Stunde und war wirklich ein Erlebnis.

Die Fisherman's Wharf war noch fast menschenleer. Von hier, genauer gesagt von Pier 33 aus, fährt auch das Schiff auf die Gefängnisinsel Alcatraz. Da wir nur einen Tag in San Francisco vorgesehen hatten, verzichteten wir auf einen Besuch. Tickets sind oft schon auf lange Zeit ausgebucht und es empfiehlt sich daher, sein Ticket im Voraus online zu buchen (www.alcatrazcruises.com).

Zu Fuss ging es weiter zu Lombard Street. Bekannt ist die Strasse für ihren kurvigen Abschnitt auf dem Russian Hill. Da wir noch kein Auto hatten, fuhren wir die bekannte Strasse nicht hinunter sondern kletterten zu Fuss die Treppen hinauf. Da die Strasse eine Steigung von 27% hat, keuchten wir doch recht, als wir oben ankamen. Für alle, die es bequemer haben möchten... die Cable-Car-Linie Powell-Hyde fährt direkt hier oben durch. Dies nutzten wir aus und stiegen in den nächsten Wagen Richtung Powell Street. Die Freude währte jedoch nur kurz, da unser Cable Car eine technisches Problem hatte und stehen blieb. Wir stiegen also früher als geplant wieder aus und landeten so ganz unverhofft in China Town. Dieses ist das grösste China Town ausserhalb Asiens und das älteste der USA.

Wir spazierten also durch China Town Richtung Financial District und bestaunten dort die Transamerica Pyramid. Einige Meter weiter kamen wir am Embarcadero Center und The Embarcadero an. Diese Strasse verläuft auf einem Damm entlang der San Francisco Bay. Da direkt gegenüber diverse Fähren an- und ablegten, beschlossen wir spontan, mit einer Fähre nach Sausalito zu fahren. Die Überfahrt kostete nur ein paar Dollar und bot einen schönen Ausblick auf die Golden Gate Bridge. Auch Sausalito schien ein sehr gepflegtes Städtchen mit einem sehr schönen Hafen zu sein. Wir entschieden uns trotzdem, direkt mit der nächsten Fähre zurück zu fahren. Diese fuhr sehr Nahe an Alcatraz vorbei und so konnten wir doch noch einen genaueren Blick auf die Insel werfen.

Als wir wieder festen Boden unter den Füssen hatten wollten wir mit einem der schönen, nostalgischen Trams Richtung Fisherman's Wharf fahren. Aber irgendwie war heute einfach der Wurm drin. Auch dieses hatte technische Probleme und so flanierten wir The Embarcadero entlang bis zum berühmten Pier 39. In den Geschäften und Restaurants wimmelte es in der Zwischenzeit von Touristen und wir machten Bekanntschaft mit dem Bushman. Auf diesen Schreck genehmigten wir uns einen Cocktail, beobachteten das Treiben und stellten fest, dass wir bereits einen leichten Sonnenbrand eingefangen hatten. Da es in San Francisco oft windet, waren wir uns der Sonnenstärke gar nicht bewusst.

Das grosse Angebot an Restaurants lockte uns zum Abendessen. Wir entschieden uns für das das Rainforest Cafe auf der gegenüberliegenden Strassenseite. Das Restaurant gleicht einem Regenwald und es trompeten und kreischen jede Menge wilde (Plastik-)Tiere während man isst. Wir hatten einen Tisch direkt an einem riesigen Aquarium und konnten bei dieser Gelegenheit die Suche nach Nemo abschliessen. Die Fische im Aquarium waren echt und so hatte man eine schöne Ablenkung, während man auf das Essen wartete. Das Essen schmeckte uns zwar gut, doch würden wir das nächste Mal ein ruhigeres Restaurant aussuchen. Kaum hatten die Tiere einmal Sendepause wurde die Stille mit einem Geburtstagsgeschrei der Belegschaft ausgefüllt. Erlebnisgastronomie der lauten Art. Zum Restaurant gehört auch ein Souvenirladen. Hier gibt es jede Menge Andenken in Form von kleineren Plastik- und Plüschtieren.

Zufrieden fuhren wir mit dem Cable Car zurück zur Market Street und gingen in unser Hotel zurück. Es war ein erlebnisreicher erster Ferientag und
San Francisco auf jeden Fall einen Besuch wert.

Hotel:   The Donatello Hotel, 501 Post Street, cross street Mason Street, San Francisco, CA 94102
              Bewertung bei Tripadvisor
              Gebucht bei www.hotels.com

Einkaufsmöglichkeiten in der Nähe des Hotels:   Westfield San Francisco Centre, Market Street (0,4 Meilen)

Restaurant:   Pinecrest Diner, 401 Geary Street, San Francisco, CA 94102  (Frühstück)
                        Bewertung bei Tripadvisor
                        Rainforest Cafe, 145 Jefferson Street, Ste 400, San Francisco, CA 94133-1222 (Abendessen)
                        Bewertung bei Tripadvisor

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