Flagstaff AZ - Las Vegas NV auf einer größeren Karte anzeigen

Da im Radisson Hotel das Frühstück nicht im Preis inbegriffen war gingen wir in den Cracker Barrel Old Country Store und starteten den Tag mit einem deftigen Frühstück

Heute stand ein Abstecher auf die legendäre Route 66 und ein erneuter Besuch in Las Vegas, NV, auf dem Programm. Wir fuhren deshalb auf der I-40 Richtung Westen und verliessen diese bei Seligman, AZ. Unser Abstecher auf die Mutter aller Strassen begann in der selbsternannten Geburtsstätte der historischen Route 66. Der kleine Ort Seligman, AZ, wirkt wie ein grosses Museum für Route 66-Memorabilien. Wohin man schaut Kuriositäten und Souvenirs. 

Wir folgen der Route 66 durch völlige Abgeschiedenheit und schöne Natur. Nach gut 60 Meilen fuhren wir am Hackberry General Store vorbei. Das Geschäft mit einer Tankstelle wurde 1934 eröffnet. Als die Interstate I-40

den Verkehr jedoch abseits der Route 66 vorbei führte, musste der General Store 1978 geschlossen werden.  Hackberry wurde zu ein einer Geisterstadt. Im Jahre 1992 wurde der Hackberry General Store als Route 66 Touristeninformation und Souvenir Shop wieder eröffnet.

Der nächste Halt war das 27 Meilen entfernte Kingman, AZ. Die Stadt mit rund 28.000 Einwohner nennt sich selber Herz der Route 66 und hat ebenfalls ein Route 66 Museum im Powerhouse Visitor Center. Nach etwas Sightseeing und Shopping gingen wir heute zum zweiten Mal in einen Cracker Barrel Old Country Store um einen House Salad mit einem Baked Potato zu essen.

Nach der Mittagspause fuhren wir auf der US-93 Richtung Las Vegas, NV. Am Strassenrand sahen wir Werbetafeln für den Grand Canyon Skywalk. Diese Attraktion am Grand Canyon gehört nicht zum offiziellen National Park sondern liegt im Gebiet der Hualapai Indianer. Der hufeisenförmige gläserne Skywalk über dem Canyon ist Bestandteil des Grand Canyon West Erlebnisparks und kann nur mit einem Legacy Gold Package besucht werden. Mit rund 81 USD Eintritt pro Person ist dies wohl die teuerste Variante um die Schlucht zu sehen. Das Erlebnis ist sicherlich beeindruckend, den Anblick muss man sich jedoch gut einprägen... denn fotografieren ist verboten und Taschen, Kameras und Handys müssen in einem Schliessfach deponiert werden.

Wir verzichteten auf einen Besuch und fuhren auf der US-93 direkt weiter zum Hoover Dam. Die Talsperre ist auf der Grenze zwischen Arizona und Nevada und staut den Colorado River zum grössten Stausee der USA, dem Lake Mead. Dieser versorgt Nevada, Kalifornien und Arizona mit Wasser und Energie. Die 221 Meter hohe Staumauer wurde 1931 - 1935 erbaut und ist nach dem ehemaligen US-Präsidenten Herbert C. Hoover benannt. Wer den Hoover Dam besuchen möchte, wird bei der Anfahrt von Beamten kontrolliert. Die Parkplätze in unmittelbarer Nähe des Besucherzentrums kosten 10 USD. Wer kostenfrei parkieren will muss einen Fussmarsch in Kauf nehmen. Die Anlagen können in zwei Touren besichtigt werden. Die Powerplant Tour (Kraftwerk) kostet 15 USD pro Person, die Hoover Dam Tour mit Kraftwerk und Staumauer kostet 30 USD pro Person. Bei diesen Preisen ist der Eintritt ins Besucherzentrum jeweils inbegriffen, ohne Tour kostet dieses 10 USD Eintritt.

Auf der US-93 ging die Reise weiter durch Boulder City, NV. Die Kleinstadt mit etwas mehr als 15.000 Einwohner wurde ursprünglich als Siedlung für die Arbeiter des Hoover Dams gegründet. Im gepflegten Ort ist das Glücksspiel heute noch verboten und Alkohol darf erst seit 1969 verkauft werden. Nur knapp 30 Meilen später erreichten wir dafür das Spielerparadies schlechthin - Las Vegas, NV. Dieses Mal hatten wir im New York, New York Hotel & Casino gebucht. Das Hotel mit 2.024 Zimmern wurde 1997 eröffnet und bietet viele New Yorker Sehenswürdigkeiten auf einen Blick. Wo sonst kann man von der Brooklyn Bridge direkt auf das Chrylser Building sehen :-) Die Fassade des Hotels ahmt die Skyline der Weltmetropole nach. Eine wilde Achterbahn mit zwei Loopings bietet eine Fahrt durch diese Skyline an. Eine Fahrt kostet 14 USD, ein Tagespass 25 USD. Einer der beiden Loopings war direkt vor unserem Zimmerfenster und so hatten wir gleich mehrfach eine gute Aussicht. Das Zimmer war in Ordnung. Es war zwar schon etwas abgewohnt und dunkel eingerichtet, doch es war sauber und das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmte. Natürlich war es kein Vergleich zur Suite im Vdara, welche wir bei unserer Hochzeit gebucht hatten, doch dieses Zimmer  kostete ja auch nur ein Bruchteil davon.

Nach dem wir unser Gepäck im Zimmer abgestellt hatten, gingen wir zum Bell Desk und fragten nach, ob etwas für uns abgegeben wurde. Unsere Trau-zeugin der Hochzeitsagentur hatte versprochen, die Foto-CD hier abzugeben. Gespannt nahmen wir den Umschlag in Empfang. Da keine Ausdrucke dabei waren mussten wir uns mit dem Anschauen jedoch noch einen weiteren Tag gedulden. Eine solche Foto-CD ist übrigens nicht so selbstverständlich wie man meinen könnte. Viele Anbieter geben lediglich die Ausdrucke ab und Nachbestellungen müssen danach erneut über sie bestellt werden. 

Wir schlenderten  ein wenig durch die nachgebildeten Gassen des New York, New York Hotels.  Hier gab es diverse Shops und Restaurants für jeden Geschmack, natürlich durfte auch ein Irish Pub nicht fehlen. Wir entschieden uns jedoch erneut für die Cheesecake Factory in den Forum Shops im Ceasars Palace. Wir hatten dort bei unserem letzten Besuch sehr gut ge-gessen und auch dieses Mal schmeckte es wunderbar. Zum Abschluss teilten wir uns ein Stück Dutch Apple Caramel Streusel, ein Cheesecake mit gebackenen Äpfeln, Caramel und Zimt-Walnuss-Streuseln... mmmhhh, definitiv eine Sünde wert.

Nach dem Abendessen fuhren wir mit dem The Deuce Bus in den alten Stadtteil von Las Vegas. Nur wenige Meter vom Ceasars Palace hatte es eine Haltestelle und die Fahrt zur Fremont Street Experience dauerte etwas über eine halbe Stunde. Ein 2-Stunden-Ticket kostet 6 USD, ein 24-Stunden-Ticket 8 USD pro Person. Der Bus fährt rund um die Uhr und man wartet nie lange an einer Haltestelle. Obwohl die Fremont Street eine lange Geschichte hat, blieben nach dem Bau der grossen Hotels am Strip die Touristen immer mehr weg. Das Fremont Street Experience ist ein Gemeinschaftsprojekt mehrerer Casinos mit dem Ziel, die Besucher wieder anzulocken. Hauptattraktion ist die fast 450 Meter lange Kuppel, welche die Strasse überdacht. Diese ist mit LED-Tafeln ausgekleidet, welche nach Einbruch der Dunkelheit mehrere Shows zeigt. Ausserdem werden auf zwei Bühnen Gratiskonzerte gespielt. In der Fremont Street liegen mehrere alte geschichtsträchtige Casinos und Hotels wie zum Beispiel das Binion's Horseshoe bzw. seit 2005 Binion's Gambling Hall. Das Casino und Hotel wurde 1951 eröffnet und war das erste Casino, welches durchgehend Teppichböden hatte und seinen Spieler Gratisgetränke offerierte. Es hatte 366 Zimmer, 2009 wurde der Hotelbetrieb jedoch eingestellt. Gleich gegenüber liegt das Golden Nugget. Der Hotel- und Casinokomplex wurde bereits 1946 eröffnet und hat über 2.400 Zimmer. Highlights des Golden Nuggets sind vor allem der Hand of Faith, einer der grössten Goldklumpen der Welt, und eine Wasserrutsche durch ein Haifischbecken. Auf der anderen Strassenseite stehen ausserdem das Fremont Hotel und Casino und Four Queens Hotel und Casino

Am einen Ende der Fremont Street Experience sahen wir den Heart Attack Grill. In diesem Restaurant werden bis zu 4-fache Burger mit fast 10.000 Kalorien serviert. Das Essen wird von Kellnerinnen in Krankenschwestern-Kostümen gebracht und auch ein "Arzt" ist vor Ort. Die Gäste können sich bei Ankunft unter Aufsicht wiegen lassen und wer über 160 Kilo auf die Waage bringt isst im Heart Attack Grill gratis. Na ja, jedem Tierchen sein Pläsirchen...

Am anderen Ende der Fremont Street Experience winkte uns Vegas Vic entgegen. Der 12 Meter hohe Cowboy stand über dem Pioneer Club und wurde 1951 installiert. Ursprünglich begrüsste er im Viertelstundentakt die Besucher mit einem flotten "Howdy Podner". Nach Beschwerden wurde die Stimme 1966 ab-gestellt und erst in den 1980er-Jahren wieder aktiviert. 2006 verstummte Vegas Vic endgültig nachdem er bereits 1991 mit Winken aufgehört hatte. Er wird trotz allem von dem schräg gegenüber platzierten Neon Cowgirl angelächelt. Ursprünglich wurde sie Sassy Sally genannt, heute ist sie als Vegas Vickie bekannt und wirbt für den Erwachsenen-Club Glitter Culch.

Wer die Fremont Street lieber von oben sehen möchte, hat die Möglichkeit mit einer Art Seilbahn, der Slotzilla Zip Line, über den Köpfen der anderen Besucher hinweg zu sausen. Man wird quasi an einem Stahlseil eingehängt und los geht die Fahrt. Der Spass kostet jedoch je nach Flughöhe 20 - 40 USD.

In der Zwischenzeit war es dunkel genug für das grösste Highlight der Fremont Street Experience, die Viva Vision Light Show. Mit Hilfe von über 12,5 Millionen LED-Lampen wird täglich nach dem Eindunkeln eine mit Musik untermalte Lichtshow präsentiert. Das Spektakel dauert etwa 6 Minuten und wird stündlich mit wechselndem Programm gezeigt. Die Show beginnt je nach Saison ab 18.00 bis 20.00 Uhr und wird mindestens bis Mitternacht gezeigt. Damit die Show richtig zur Geltung kommt, werden die Lichtern an den umliegenden Hotels während der Vorführung gelöscht. Die Shows sind kostenlos und in der Tat ein Erlebnis.

Nach dem ganzen Rummel fuhren wir mit dem Deuce Bus an den Strip zurück. Da wir die ersten an der Haltestelle waren, konnten wir ganz vorne im oberen Stock sitzen und hatten eine wunderbare Aussicht auf der Rückfahrt. Grundsätzlich hätten wir mit dem Bus fast vor das Hotel fahren können. Da es jedoch nur stockend vorwärts ging, stiegen wir bereits einige Stationen vorher aus. Die Strecke bis zum New York, New York hatten wir jedoch stark unterschätzt und so lag doch noch ein längerer Fussmarsch vor uns. Der Strip war überfüllt mit Menschen und wir waren froh, als wir endlich die Skyline des Hotels sahen und der Tag für uns somit zuEnde ging...

Hotel:   New York New York Hotel and Casino, 3790 Las Vegas Boulevard South, Las Vegas, NV 89109
              Bewertung bei Tripadvisor
              Gebucht bei www.hotels.com

Einkaufsmöglichkeiten in der Nähe des Hotels:   Diverse Malls wie zum Beispiel The Shops at Crystals, The Forum Shops at Ceasars

Restaurant:   Cracker Barrel Old Country Store, 2560 E. Lucky Lane, Flagstaff, AZ 86004 (Frühstück)
                        Bewertung bei Tripadvisor
                        Cracker Barrel Old Country Store, 3520 Stockton Hill Road, Kingman, AZ 86409 (Mittagessen)
                        Bewertung bei Tripadvisor
                        Cheesecake Factory, The Forum Shops, 3500 South Las Vegas Boulevard, Las Vegas, NV 89109 (Abendessen)
                        Bewertung bei Tripadvisor

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